Ökologie

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind an der KV Zürich Business School (KVZBS) mehr als Schlagworte. Seit Jahren setzt sich die Schule auf verschiedenen Ebenen für Umweltbewusstsein und einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein.

Unser Umweltengagement
Im Mai 2014 erhielt die Schule als erste Berufsfachschule des Kantons Zürich die Auszeichnung «Umweltschule». Als erste Massnahmen wurde das Recycling ausgebaut, und zwei Mittagsveranstaltungen widmeten sich dem Thema "Food Waste". 

Umweltschulen – Lernen und Handeln
Die KVZBS beteiligt sich seit 2013 als erste Berufsfachschule am Projekt «Umweltschulen – Lernen und Handeln», das von den Stiftungen Mercator und éducation21 getragen und von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich unterstützt wird. An «Umweltschulen» findet das Thema Umwelt Eingang in die Strategie sowie in die Schulstruktur und –kultur. Auch für die KVZBS war das Projekt der Auslöser für ein vertieftes Umweltengagement:
Während der Projektdauer erarbeitete eine zweitstufige Ökogruppe unter Leitung von Prorektorin Helene Berek (bis Sommer 2014 Beat Rüegg, Prorektor) die diversen Massnahmen. Die Ökogruppe umfasste Lehrende, den Leiter Betrieb, eine Vertretung der KVZBS-Lernenden und eine Kontaktperson der KVZBS-Weiterbildung. Das Ökoteam wurde von externen Fachpersonen unterstützt (E2 Management Consulting AG, Zürich; Stiftung éducation21). 

Führung
Umweltbewusstes Handeln geht alle an. So findet sich das Thema «Umweltschutz» an der KVZBS auch im Leitbild wieder: «Wir arbeiten für die Wirtschaft, tragen gesellschaftliche Verantwortung, nehmen Rücksicht auf die Umwelt und fördern den menschenwürdigen Einsatz technischer Mittel».
Im Rahmen von «Umweltschulen» wurden die Verantwortungen von Lehrenden und Schulklassen bezüglich Energiesparen und Entsorgung/Recycling in der Hausordnung und in den Pflichtenheften klar bezeichnet. Zugleich arbeitet die KVZBS an der Weiterentwicklung ihres Umwelt-Controlling und -Reporting.
Um auch ökologisch möglichst systematisch vorzugehen, hat die KVZBS ein Öko-Konzept erarbeitet, welches alle umweltrelevanten Bereiche der Schule abdeckt.

Sensibilisierung
Im Frühjahr 2016 nahmen die Lehrenden und die Mitarbeitenden der Verwaltung und des Betriebs an Umwelt-Schulungen teil. Die Arbeit der Ökogruppe wurde vorgestellt, an umweltfreundlichen Umgang mit Strom, Heizen/Lüften, Papier und Abfall erinnert, und umweltbezogene Fragen aus dem Schulalltag beantwortet.

Gebäude und Betrieb: Energie, Wasser, Technik
An einer Schule mit über 4000 Lernenden trägt der Betrieb des Schulhauses massgeblich zum Umwelt-Fussabdruck bei. So betrug der Energieverbrauch im Hauptgebäude an der Limmatstrasse in den Jahren 2014 und 2015 jeweils rund 5 Mio. Kilowattstunden (für Wärme und Strom). Im Nebengebäude an der Heinrichstrasse werden weitere rund 0,3 Mio. kWh gebraucht. Die KVZBS startete gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum «Energo» bereits 2009 ein fünfjähriges Optimierungsprogramm für das Hauptgebäude. Die Initiative zeigt Wirkung: Seither wurde der jährliche Energieverbrauch wie auch der Wasserverbrauch um über 20 Prozent gesenkt!
2015 wurden Erschliessungszonen (Treppenhaus etc.) mit LED-Leuchten und Bewegungsmeldern ausgerüstet.
Auf Schuljahrbeginn 2016/17 hin wird in allen Schulzimmern ein 5-Punkte-Merkblatt ausgehängt, mit Anregungen zum energiesparenden und umweltfreundlichen Verhalten in der Schule.

Papier: Einkauf und Einsatz
Seit dem Schuljahr 2015/16 verwendet die gesamte Schule für die internen Druckerzeugnisse ein Papier mit 50% Recyclingfaser-Anteil. Die Umweltbelastung dieses Papiers bei der Herstellung ist gemäss Ökobilanz um 1/3 geringer als bisher. Nach einem Aufruf an die Lehrerschaft konnte darüber hinaus auch die Anzahl kopierter Seiten im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 40 % gesenkt werden (auf ca. 2,1 Mio. Kopien). Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

Im Alltag: Entsorgung und Recycling
Recycling und Abfall sind an einer Schule dieser Grössenordnung ein zentrales Thema: Mit einer gezielten Kampagne im Schuljahr 2012/13 wurden Lernende, Lehrende und Mitarbeitende für das Thema «Littering» sensibilisiert.
Seit Sommer 2014 können nach Vorarbeiten derÖko-Gruppe in den Gängen und Hallen nebst PET auch Aluminium sowie in den Schulzimmern Papier getrennt gesammelt werden. Im Schuljahr 2015/16 sammelte unser Betrieb wöchentlich etwa 150 Kilogramm PET, 4 bis 5 m3 Altpapier, Karton und Aluminium, nebst 10 Containern Haushaltabfall.

Umweltthemen im Unterricht
Seit 2015/16 wird an der KVZBS im M-Profil-Fach «Technik & Umwelt» gezielt Umweltwissen werden. Daneben enthalten die Lehrpläne der Kaufmännischen Berufsfachschulen in der Schweiz wenig Vorgaben zu Umweltthemen im Unterricht. Der Projektwettbewerb UmPro! wird Lernenden ermöglichen, eigene Umweltideen für die Schule zu realisieren.

Kommunikation: Wissen teilen, Austausch fördern
Ein wertvolles Gefäss sind die Mittagsveranstaltungen, welche klassenweise besucht werden können. Seit Frühlingssemester 2014/15 behandeln diese regelmässig auch Umweltthemen, im Schuljahr 2015/16 zu den Themen:

  • Sam Dzong (klimabedingter Umzug eines Dorfes im Himalaya) mit begleitender Fotoausstellung im Lichthof der Schule
  • Food Waste (Gedanken zum Umgang mit Lebensmitteln)
  • Konsumismus (Wieviel brauchen wir um glücklich zu sein und was sind die Schattenseiten des Konsums?)

Auch in den Druckmedien der KVZBS werden Umweltthemen der Schule angesprochen, so im EscherWyss und in den Informationen für die Lehrfirmen. 

Kontakt
Umweltbeauftragte KVZBS: Helene Berek, Prorektorin

Kontakt

Anregungen und Fragen erreichen die Öko-Gruppe unter: oekologie@kvz-schule.ch

Abschluss des Projekts Umweltschule

Zum Abschluss des Projekts «Umweltschule» findet vom 19. – 22. September 2016 jeweils über Mittag im Lichthof die Ausstellung "Umweltschule" statt: Lernende und Lehrende können ihren persönlichen Energiefussabdruck berechnen, mit Vertretern von Umweltorganisationen ins Gespräch kommen, und die Schule berichtet über die eigenen Umweltmassnahmen.

Zudem wird mit UmPro! ein Projektwettbewerb lanciert, bei dem die Lernenden ihre eigenen Projektideen einreichen und im kommenden Jahr umsetzen können.