MODULAR
DIE NEUE KAUFMÄNNISCHE GRUNDBILDUNG
Abnehmend: schulische Ausbildung
Parallel zur Tätigkeit im Betrieb besuchen die Lernenden
die kaufmännische Berufsschule. In der neuen Lehre erfolgt
der Schulunterricht in einem degressiven Modell, das heisst die
Lektionenzahl nimmt von Lehrjahr zu Lehrjahr ab.
Grossen Wert wird auf die vernetzte Denkweise des Lernenden gelegt.
In fächerübergreifenden Lektionen vermitteln extra qualifizierte
Lehrpersonen die gefragten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen.
Grundlegend: Basiskurs
Im integrierten Basiskurs erhalten die Lernenden die elementaren
Fähigkeiten, die ihnen den Start im Betrieb erleichtern.
Der Basiskurs dauert an der KV Zürich Business School bis
zum ersten überbetrieblichen Kurs (jeweils im November).
Angewandt: Ausbildungseinheiten
Die Ausbildungseinheiten sind Projektarbeiten zu grösseren,
fächerübergreifenden Themen. Sie umfassen 10 bis 20
Lektionen betreuten Lernens.
Teilschritte werden im Lernjournal oder als Erfahrungsbericht
festgehalten. Die zwei Ausbildungseinheiten sind über die
Schul- beziehungsweise Lehrjahre verteilt und fliessen mit Noten
in den Lehrabschluss ein.
Zusätzlich: selbstständige Arbeit (E- und M-Profil)
In einer selbstständigen Arbeit vernetzt der Lernende seine
erworbenen Kompetenzen. Diese schriftliche Arbeit wird im letzten
Schuljahr verfasst; im E-Profil als Gruppenarbeit und im M-Profil
als selbstständige interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA).
Grundlegend: Standortbestimmung
Am Ende des ersten Lehrjahres findet eine Standortbestimmung statt.
Sowohl die Schule als auch der Lehrbetrieb beurteilen die Leistungen
der Lernenden. Für die Beurteilung verwendet die Berufsschule
grundsätzlich Erfahrungsnoten aus den wichtigsten Fächergruppen.
Im Lehrbetrieb sind die ersten zwei Arbeits- und Lernsituation
(ALS) und die erste Prozesseinheit (PE) massgebend. Seine Lehre
planmässig fortsetzen kann, wer genügende Leistungen
in der Schule und im Lehrbetrieb erbringt. Lernende mit sehr guten
Noten können unter bestimmten Voraussetzungen in ein anspruchsvolleres
Profil wechseln. Eine ungenügende Standortbestimmung kann
zur Wiederholung des ersten Lehrjahrs, zum Wechsel in ein anderes Niveau oder auch zum Abbruch der Lehre führen.
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