Lohn und Bewerbung
in eigener Sache verhandeln
Wieviel Lohn kann ich nach der Lehre verlangen?
Das Salärregulativ aus dem Gesamtarbeitsvertrag Kaufmännischer Verband Zürich/Verband Zürcher Handelsfirmen (VZH) schreibt folgendes Mindestanfangssalär vor:
nach einer dreijährigen kaufmännischen Lehre CHF 50'000.– brutto pro Jahr (für 13 Monatslöhne).
Daran müssen sich Arbeitsgeberfirmen halten, die beim VZH Mitglied sind.
Bei Fragen ist es sinnvoll, den Berufsverband kontaktieren. Denn eine gute Vorbereitung ist in diesem Fall bares Geld wert.
Lohnempfehlungen Kaufmännischer Verband Zürich
Weitere Tipps: www.kvjugend.ch
Ich möchte den Betrieb wechseln. Wie soll ich vorgehen?
Stets die Augen offen halten. Folgende Informationsquellen helfen:
- Stellenanzeiger in Zeitungen und Zeitschriften
- Jobbörsen im Internet
- Freundinnen und Freunde, Verwandte und Bekannte
- Spontanbewerbungen (Firmen direkt kontaktieren, wo die/der Lernende gerne arbeiten würde)
- Eigene Inserate für die Stellensuche veröffentlichen
- Stellenausschreibungen beim RAV (Regionale Arbeitsvermittlungszentren)
www.treffpunkt-arbeit.ch
- Stellenvermittlungen (Empfehlung des Kaufmännischen Verbandes Zürich)
www.kvz.ch
- Netzwerk aufbauen – zum Beispiel die Gruppe „Wir junge Kaufleute“ vom Kaufmännischen Verband Zürich
www.kvz.ch
Meine Traumstelle ist ausgeschrieben! Wie soll ich mich nun bestmöglich bewerben?
Der erste Eindruck zählt: Die Bewerbungsunterlagen müssen einwandfrei sein:
- Sauber
- Fehlerfrei
- Gute Papierqualität im Format A4
- Klar gegliedert
- In einem Mäppchen präsentiert
Zu den Bewerbungsunterlagen gehören:
- Bewerbungsbrief
- Lebenslauf in tabellarischer Form (ev. mit Foto)
- Kopien der Schul- und Arbeitszeugnisse
Der Kaufmännische Verband Zürich bietet nützliche Informationen zur Stellensuche an.
www.kvz.ch
Was muss im Bewerbungsbrief stehen?
Es geht darum, das Interesse der Firma zu wecken. Und dem Unternehmen klar zu machen, warum der Absender der Richtige für die Stelle ist. Nachfolgend einige Tipps:
- Der Bewerbungsbrief hat nicht mehr als eine A4-Seite.
- Schreiben, wo die Stellenausschreibung entdeckt wurde.
- Die eigenen Stärken hervorheben.
- Erklären, warum man die/der Richtige ist.
- Nicht langweilig und abgedroschen formulieren.
- Mit dem Computer schreiben.
- Wunsch nach persönlicher Vorstellung äussern.
- Vollständige Adresse sowie Telefonnummer (mit Natel) aufführen.
- Keine Serienbriefe.
Wie behandle ich eine Bewerbung, die ich elektronisch versenden muss?
- Online-Fragebogen ausfüllen
- Erkundigen, in welchem Dateiformat die Bewerbung geschickt werden soll (z.B. Word, Text-File, PDF).
- Schul- und Arbeitszeugnisse scannen.
- Nachfragen, wenn nach einer Woche noch keine Reaktion auf die Bewerbung eingetroffen ist.
Mein Lebenslauf ist noch nicht so lange. Ist das ein Problem?
Auf keinen Fall. In den lückenlosen Lebenslauf gehört beispielsweise:
- Persönliche Daten (Name, Vorname, Adresse, Telefonnummern, E-Mail, Geburtsdatum, Zivilstand, Nationalität usw.)
- Besuchte Schulen (Primar-, Sekundarschule usw.)
- Berufliche Tätigkeiten
- Weiterbildung/Kurse
- Sprachkompetenzen
- Länge: höchstens zwei Seiten.
- Ehrenamtliche Tätigkeiten (Pfadi, Sportverein usw.)
- Foto (wäre vorteilhaft, aber freiwillig)
Laufend erhalte ich Absagen. Meine Motivation ist am Boden. Was nun?
Nicht unterkriegen lassen! Wichtig ist herauszufinden, warum es nicht geklappt hat. Was könnte in der nächsten Bewerbung besser gemacht werden? Und: Warum nicht bei der Firma nachfragen, was der Grund der Absage war?
Allenfalls hilft auch die Online-Beratung der KV Zürich Business School.
www.kv-onlineberatung.ch
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